Eines der ältesten Lehen Vorpommerns

Die urkundliche Ersterwähnung Groß Toitins ist wahrscheinlich vom 14. Februar 1305, als der Bischof Heinrich von Cammin Ländereien an den Pommernherzog Otto I. verkaufte. Achim und Curd von Heyden erhielten Groß Toitin dann bereits 1536 von Herzog Philipp zu Pommern als Lehen.

Groß Toitin, Stammgut der von Heyden zu Cartlow, ging mangels eines männlichen Erben im frühen 19ten Jahrhundert an die Familie von Linden. Woldemar von Heyden, der den Familienbesitz in der Region gegen Mitte des Jahrhunderts wieder erfolgreich ausdehnte, konnte Groß Toitin 1846 von Helmuth von Heyden-Linden zurück erwerben und ausbauen. Er gab 1859 auch die neuromanische Groß Toitiner Dorfkirche in Auftrag und etablierte einen neuartigen Solidarfond (‚Kuhtaler’) für die gestiegene Zahl der Tagelöhner.

Die Gutsanlage Groß Toitin mit ihren Wirtschaftsgebäuden und Teilen ihrer Landfläche ging in der Aufsiedlungszeit des frühen 20. Jahrhunderts als Erbpacht an die westfälische Familie Meiering die ihre Landwirtschaft bis zum Kriegsende in Vorpommern betrieb.

Das Gutshaus, ein typischer Vertreter der Neunfenster-Mittelrisalit-Architektur um 1850 und erhaltene Nebengebäude befinden sich nach wechselvoller Nachkriegsgeschichte heute im Privatbesitz einer Marburger Familie. Sie stehen unter Denkmalschutz.

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